X-BIONIC finisht auf dem Eiffelturm

Das Profil des 80 km Eco-Trail de Paris sieht aus wie das Gebiss eines Hais und zehrt genauso unablässig an seinen Opfern. Die Überlebenden belohnt der Ultralauf am Ende mit dem Aufstieg über 57 Höhenmeter auf die erste Etage des Eiffelturms und einen Blick über ganz Paris.   Die Strecke führte entlang des Sees und Golfplatzes zum Bahnhof des Pariser Vororts St Quentin-en-Yvelines, bis der Wald die Läufer verschlang. Kurz vor der Halbmarathondistanz kamen die ersten Steigungen entlang eines Tals. Aufgrund des heftigen Regens am Vormittag waren die Wege teilweise aufgeweicht und entsprechend rutschig. Ganz Buc empfing die Läufer mit Beifall und stellte an der Schule die erste Verpflegung. Da die nächste Versorgung erst bei Kilometer 50 aufgebaut war, empfahl es sich ordentlich Flüssigkeit mit auf die Strecke zu nehmen, denn von nun an ging es auf Trails und Forstwegen ständig bergauf und bergab. Erholsam war lediglich der Asphaltkilometer durch Versailles. Doch im Gegensatz zur 50 Kilometer Strecke, welche direkt am Schloss des Sonnenkönigs Ludwig XIV. startete, bleib den Athleten ein Blick auf die Residenz verwehrt. Beim Schloss von Meudan kam erstmals die französische Hauptstadt mit dem Eiffelturm in ihrer Mitte in Sicht. Doch nun, statt in Richtung Ziel zu führen, verlor sich die Strecke wieder im Wald. Die Abendsonne hüllte das Laub des letzten Herbstes in ein goldenes Licht, welches die nächste Verpflegung am Ende eines sanften Anstiegs mit den Anfeuerungsrufen der Zuschauer wie das Ziel erscheinen ließen. Ein weiteres Mal nahm der Wald von den Läufern Besitz und spuckte sie erst nach zahlreichen weiteren Höhenmeter bei Kilometer 63 am weitläufigen Gestüt von Haras de Jardy mit Kontrollstelle wieder aus. Von dort führte der Weg leicht bergab und einfach zu laufen zu Kilometer 70 und damit der letzten Verpflegung. Der Blick auf das nächtliche Paris wurde nur von einsetzenden Regenfluten getrübt. Ein letztes Bergabstück und die nächsten Kilometer sind nicht weiter erwähnenswert, außer dass der „Trail“ zwischen Seine und zweispuriger Autostraße durch knöcheltiefe Pfützen führte. Mit dem Ziel vor Augen war dies zu ertragen und mache Autofahrer hupten motivierend. Einen richtigen Energieschub für die letzten Meter bringt der Lauf über die Bühne des Registrierungzeltes, welches für die Finisher ein opulentes Mal von immer wieder nachgelegter Quiche über Salat mit Krebsfleisch bis hin zu süßen Teilchen und Freibier bereit hält. Mit diesem Bild vor Augen stürmt jeder die Stufen des Eiffelturms hinauf, bis die Lunge brennt und er die Ziellinie en erreicht.   Weitere Informationen findet Ihr auf www.traildeparis.com. Im Gegensatz zum Preisleistungsverhältnis von Stadtmarathons erhält hier jeder Teilnehmer ein Zugticket zum Start, ein kleines, wiederverwendbares Netzsäckchen für seinen Müll, ein Finisher-Shirt und eine grenzenlose, hervorragende Zielverpflegung. Ferner gibt die Organisation 5 Euro jeder Startgebühr für diverse ökologisch nachhaltige Projekte. Wer gerne auf Trails durch den Wald läuft und giftige, kurze Anstiege statt langer bergauf Passagen liebt, ist hier genau richtig und kann am nächsten Tag in aller Ruhe über die Champs-Élysées flanieren.  

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Your X-BIONIC / X-SOCKS Team