STUNT100 – 100 Meilen Trail Nonstop
3. August 2009 - 15:29 — admin
Gefühlt 1 Million kurze, aber ruppige Anstiege und die gleiche Anzahl Gefällstrecken – kleine Trampelpfade durchs Gebüsch - herrliche Ausblicke - ständig wechselnde Streckencharakteristik – Helfer, die Dir mit Leidenschaft ihr Wochenende schenken – Im Fall Deines Finishs eine Lebenserfahrung, die Dir niemand mehr nehmen kann - und darüber hinaus noch so unendlich viel mehr – Das ist der STUNT 100 in Sibbesse bei Hildesheim.
Das verspricht die Ausschreibung und da ich letztes Jahr auch schon da war die Strecke hält auch was der Veranstalter verspricht. Dazu kommen noch die versprochen Wärme des Sommers mit ca. 25 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit im Wald. Auf einem 25km Teilstück geht es ganz flache und ohne nennenswerten Sonnenschutz durch das sogenannte „Death Valley von Alfeld“ Da ist es eine tolle Sache die Kleidung von X-BIONIC® zu testen. Ich bin mit X-BIONIC Energizer Boxer Shorts, X-SOCKS® Run Evolution, X-BIONIC® Running Pants, X-BIONIC® Fennec Shirt sowie Spykern und Wallabys ausgerüstet worden. Meinen Testlauf habt ihr ja nachlesen können. Aber diesmal stand der Kleidung, Trail mit technisch schwierigen Passagen und dichtem Bewuchs, massig Kilometer ohne Versorgung abseits der Zivilisation bevor. So weißt Hansi Köhler am Vorabend mehr als einmal daraufhin, dass die Markierungen auf der Strecke nur Hilfen sind und jeder mit der Karte umgehen können sollte. Sonst ist das verlaufen vorprogrammiert.
Meine Entscheidung steht da schon fest ich laufe ohne Karte! Das Jahr davor ging das auch außerdem komme ich aus der Gegend. Am Samstag morgen um 8h stehen dann 22 Läufer am Start, davon 4 Frauen. Mit dem Startsignal geht es los in gemächlichen Tempo zu den ersten Anhöhen des Leineberglandes. Die 100 Meilen haben 3.585 Höhenmeter und eine ganze Menge technisch schwierige Trails. Also ganz locker loslaufen. Nach den ersten 12km bin ich in Führung und da ich die Läufer hinter mir nur schwer einschätzen kann lasse ich es laufen und gebe richtig Gas auf den Trails. „Langsam laufen geht auch später!“ ab Kilometer 32 kommt dann mein Körper allen voran mein Magen und der Kreislauf der sagt: „lauf langsamer“. So werde ich bis Kilometer 50 von 4 Läufern kassiert. Mein Wille kann gegen den Körper nicht viel ausrichten habe ich das Gefühl.
Nach der ersten Runde (50km) muss ich die Schuhe und Socken wechseln, da sich sonst Blasen bilden. Ich werde liebevoll von meiner Freundin aufgemuntert und versorgt. Dann weiter in die zweite von 4 Runden, ich werde nach ca. 10km wieder von einem Läufer kassiert. Der Kopf sagt mittlerweile „das wird heute nichts!“ aber ich werde immer wieder von Helfern aufgebaut. Als Hansi nach 9h Laufzeit im Internet schreibt das es mir schlecht geht ruft meine Freundin an und sagt mir nochmals eindringlich, dass ich endlich langsamer machen soll. Ein anderer Läufer hinter mir (Hans-Dieter Weißhaar) sagt mir dann noch ich soll mal anfangen so zu laufen wie es mir passt und mir Spaß macht. Ab dem Zeitpunkt habe ich dann meinen Mp3 Player angeworfen und bin laut singend durch den Wald gelaufen. Ab dem Zeitpunkt habe ich dann angefangen 5min zu laufen und 5min zu gehen und Kaffee an den VP`s zu trinken. Der Magen beruhigte sich wieder und die Kraft kam wieder....
Auf einer der schwierigsten Streckenteilen des STUNT100, genau im „Death Valley von Alfeld“, habe ich dann angefangen das Tempo zu erhöhen und wieder die anderen Läufer einzuholen. Die vorherrschenden Temperaturen sind für mich kaum zu merken, so musste ich öfter fragen ob es wirklich schwül ist. Denn gemerkt habe ich davon fast nichts. Die Kleidung hat meinen Körper so effektiv gekühlt das ich nur ein bisschen Wasser über den Kopf brauchte. Nach 100km in der gleichen Zeit wie im Vorjahr war ich wieder in Sibbesse mit der Entscheidung es geht weiter ich bin wieder fit. In der Nacht habe ich dann wieder 2 Läufer kassiert und das mit meiner 5min Formel und bin auf den dritten Platz gelaufen. Da bin ich dann auch bis zum Ende geblieben, der Zweite hat später gesagt ich hätte Ihm wirklich Angst gemacht, dass ich immer näher kam. Nach 23h34min bin ich dann morgens um 07.34h ins Ziel gelaufen.
Es hat wieder trotz des verkorksten Anfangs großen Spaß gemacht. Aber eines weiß ich: Ohne meiner Freundin, die trotz meiner gestressten Laune mich umsorgt hat, und die Betreuer, die mir sogar ihren letzten privaten Kaffee gegeben haben, wäre das alles so nicht möglich gewesen. (Danke noch mal Dirk) Nun mein Urteil zu der Bekleidung: Die Kühlung durch die Materialien ist wirklich klasse. Wie gesagt ich habe die schwüle des Tages kaum gemerkt. Die Passform absolut der Hammer denn selbst nach fast 24 Stunden saß noch alles dort wo es sollte. Einzig mit Kletten und Dornen hatte ich Probleme, sie ziehen schnell Fäden und beschädigen dadurch die Kleidung. Was ich als sehr angenehm empfunden habe waren die X-BIONIC® Spyker die verhindert haben das selbst im Sitzen das Blut in die Beine rauscht. So konnte ich selbst nach 10 Minuten sitzen wieder frisch anlaufen. Mit den Socken hatte ich etwas Probleme denn scheinbar hatte sich der innere Socken gedehnt bei den bergab Passagen zu einem Wulst aufgeschoben. So musste ich nach 50km mich davon trennen und mit meinen eigenen getesteten weiter laufen. So und nun gehe ich zur Regeneration über, denn in 4 Wochen geht es zum „The North Face Ultratrail du Mont Blanc“
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Your X-BIONIC / X-SOCKS Team
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