Brocken-Marathon 2009

Wie schon im vorherigen Bericht erwähnt nach dem Brocken-Marathon 2006 habe ich angefangen Ultra-Marathons zu laufen. Nach dem Einlauf ins Ziel ging es mir noch so gut das ich gedacht habe da geht noch mehr. Nun stand ich wieder am Start beim gleichen Marathon. Es ist das fast gleiche Wetter, bedeckter Himmel und die Ansage war Regen und Null Sicht auf dem Brockengipfel. Material: - Energy Accumulator Shirt Long Sleeve - Energizer Boxer Shorts - Fennec Shirt Short Sleeves - Running pants medium - Spyker - run evolution socks + Dirty Girl Gaiters Ich treffe am Start noch viele alte Bekannte, irgendwie treffe ich bei solchen Veranstaltungen immer wieder auf die gleichen. Jetzt sind es die Läufer von „Friends for Life“ aus Braunschweig. Dann kommt der Startschuss und es geht los. Die ersten 9km ganz gesittet auf Trails und Waldwegen zum Fuß des Brockens. Ich laufe ein ganzes Stück mit Marco, mit dem bin ich schon beim STUNT100 gelaufen und wir haben uns beim UTMB kurz gesehen. Wir fachsimpeln während des Laufens noch über 100 Meilen Läufe und wie man sich nach 42h Stunden Non-Stop Laufen fühlt. Dafür ernten wir von den Mitläufern nur komische Blicke. Aber das ist ja meistens so.     Kurz nach Ilsenburg bei Kilometer Neun lasse ich Marco ziehen. Meine Beine wollen langsamer. War der Traillauf am Vortag über 20km doch keine gute Idee? Aber das Wetter war so toll da konnte ich nicht anders, da kam meine TRAILSUCHT mal wieder durch. Auf dem Weg den Brocken hinauf treffe ich auf Alex. Er erzählt das er lieber marschiert und bis zu dreimal im Jahr Marathon läuft. Beim Brocken-Marathon war er aber noch nie. So bremse ich seine Geschwindigkeiten Bergauf ein wenig und wir überqueren im Nebel und gefühlten Null Grad den Brockengipfel. Mein langärmiges Oberteil war mal wieder eine gute Wahl, so muss ich nicht wie viele Läufer eine Tüte über mich ziehen. Durch die Kombination mit dem Fennec Shirt ist es auch nahezu winddicht und wärmt mich super. Es geht wieder bergab und das bis auf ein paar kleine Steigungen bis ins Ziel. Langsam beginnt es zu regnen. Der Regen ist durch das Shirt nicht spüren und auch als es später richtig durch ist, ist es noch sehr angenehm zu tragen. Irgendwann sagt Alex das er nicht so schnell bergab kann, seine Hüfte macht ihm Probleme und wir trennen uns. Ich laufe in flottem Tempo bergab und der Regen nimmt immer noch zu. Ein Blick auf die Uhr ich muss schneller werden sonst schaffe ich meine anvisierte Zielzeit nicht mehr. Aber siehe da die Beine wollen nicht mehr Geschwindigkeit hergeben, das liegt wohl jetzt wirklich am Vortag Trail-lauf. Ach egal Spaß haben darum geht’s, so laufe ich im gemütlichen Tempo ins Ziel wo meine Freundin und meine Tochter warten. Sie sagen ich hätte mich ruhig mal beeilen können es ist kalt beim warten. Na gut beim nächsten Mal bleib ich unter 4h19min, dafür war mir nie kalt. :-) Ein schöner Lauf immer wieder toll und wer jetzt überlegt wie man solche Steigungen trainiert um sie hochlaufen zu können. Dem sei gesagt das dort bis auf die ersten Läufer keiner hochläuft. Alle gehen das ist kraft sparender und nahezu gleich schnell. Später hat es dann auch noch den Vorteil das die Beine auch noch gut bergab laufen können. Also locker bleiben und es einfach ausprobieren..... Aber die richtige Kleidung und vielleicht sogar eine eigene Flasche mit Wasser sollte man dabei haben, denn die Zeit zwischen den gut ausgestatteten Verpflegungsposten kann lang werden.

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