Sonnenbad und Bangen

Die Taktik war aufgegangen, wir waren nach 13 Stunden im Ziel, freuten uns auf den wohlverdienten Schlaf und einen Ruhetag, während die anderen sich dem Etappenziel entgegen quälten. Kurz nach Mitternacht kamen auch unser Quotenösterreicher Peter, der immer gut gelaunt war und sich vom Äußeren von Tag zu Tag mehr einem Beduinen annäherte, sowie Hubert ins Zelt. Frank, der leider aufgrund gesundheitlicher Probleme nach der ersten Etappe vernünftiger Weise ausgestiegen war, kochte für uns vier groß auf. Jeder berichtete von seinen Eindrücken und Erlebnissen. Gleichzeitig bangten wir um unsere beiden Frauen im Zelt. Wie weit waren sie, ging es ihnen gut? Die Antwort sollten wir erst am nächsten Tag erhalten. Claudia kam früh am Morgen, Anette leider gar nicht. Bis Kilometer 86 hatte sie gekämpft, aber eine Schienbeinhautentzündung verhinderte das Finish. Nichts desto trotz waren wir guter Dinge, genossen den Tag faul in der Sonne, gingen zur Ziellinie und feuerten die vereinzelt ankommenden Teilnehmer, deren Gesichtsausdruck von Strahlen bis Apathie reichte, an und pflegten uns, die Ausrüstung und den gepflegten Talk. Als der Letzte in der Nacht ins Ziel kam, empfing ihn das Bivouac mit tosendem Beifall. Danach wurde es aber schnell wieder ruhig, denn am nächsten Tag stand ein voller Marathon auf dem Programm…

Comments

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

System message:

Please enable Javascript in your browser and make sure that you have installed the latest Adobe Flash Player which can be downloaded at http://get.adobe.com/de/flashplayer/ for free!

Your X-BIONIC / X-SOCKS Team