Day 2: Skifahren ist qualifiziertes Stehen

Dagegen setzt sich der Transalpine Run aus unzählig vielen Schritten zusammen. Die heutige Etappe führte über den Arlberg von Lech nach St. Anton. Laut Karte mit knappen 25 Kilometern und 2.014 Höhenmetern im Auf- und 2.169 im Abstieg verhältnismäßig einfach. Aufgrund von Minusgraden am Morgen verschob sich der Start von acht auf zehn Uhr. Das Szenario glich dem des Vortages. Alle stürmen los. Doch schon nach einem Kilometer stehen wir im Stau. Von da ab tappen alle im Gänsemarsch auf einem schmalen Pfad bis hinauf zum Rüfikopf, der ersten Verpflegung nach sechs Kilometern. Von hier aus sehen wir bereits den Vallugagrat und genießen bei blauem Himmel das Bergpanorama. Ich treffe Till, der mich bereits beim Chiemgauer 100 immer wieder anspornte und als Fotograf dabei ist. Eine heikle Passage bergab und wir laufen in Richtung Rauhekopfscharte, die von Schnee bedeckt ist. Wir queren hinüber zur Stuttgarter Hütte und folgen dem Pfad um den nächsten Berg herum. Seilsicherungen geben uns ein gutes Gefühl. In der Ferne erkennen wir Läufer, die sich vorsichtig über ein Felsband tasten. Ich erinnere mich an Till, der sagte, dass es heute einige Stellen gäbe, an denen ein falscher Tritt zum Absturz führt. Die schneebedeckte Passage meistern wir und die letzten 300, steilen Höhenmeter hinauf zum Vallugagrat vor uns. Da manche Läufer mit schlechtem Schuhprofil bzw. ohne Stöcke unterwegs sind, zieht sich der Aufstieg. Oben, mit 2.750 Metern der höchste Punkt des Tages, bleibt gerade noch Zeit für ein Foto und schon hangeln wir uns am Seil hinunter. Plötzlich wütende Ruf von unten. Irgendjemand hatte einen Stein losgetreten. Wir kommen zur Mittelstation, lassen den Schnee hinter uns und rennen die Skipiste hinab zur Ulmer Hütte. Während im Winter sich hier die Skifahrer tummeln, wartet auf uns ein kleines Verpflegungszelt. Wir vergeuden keine weitere Zeit, füllen nur noch eine Flasche und nehmen die letzten sechs Kilometer über das Steißbachtal hinunter zum Ziel in Angriff. Die Oberschenkel brennen und auf dem Asphalt der Dorfstraße hallen die müden Schritte wider. Heute ist die Runde im Dorf kleiner und die ansteigende Zielgerade fordert die letzten Körner. Im Ziel sind wir froh, heil über den Berg gekommen zu sein und relaxen in den für uns bereit gestellten Liegestühlen. Morgen sollen die Wege breiter sein. Wir sind gespannt. X-BIONIC Ausrüstung   Wie gestern trugen wir das Running Shirt Long Sleeves, die Running Pants Medium, und die X-SOCKS Run Evolution bzw. Run Performance. Ferner liefen die Mädels vom Team Ungeschminkt mit den Spykern. Nichts ist ehrlicher als die eigene Erfahrung. Wie es ihnen damit ging, ist morgen hier zu lesen.   Statement des Tages Tom: Ich hatte selten so ein mulmiges Gefühl wie beim Anstieg zur Valluga-Grat Michi: Wir sind nicht wirklich vorangekommen, immer wieder Staus.

Comments

Alle Ehre, meine Herren. Ich

Alle Ehre, meine Herren. Ich dachte immer Alpencrossen ist schon was ordentliches ... aber das hier scheint es zu toppen !!! Chapeau, once again !! bin gespannt auf Fortsetzung

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